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Graz, 28. Dezember 2016

Über Prävention, Fastenregimes, Spermidine und Start-ups

In der Titelstory der Ausgabe 05.2016 des Print-Newsletters botenstoff des steirischen Humantechnologie-Clusters präsentieren Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft spannende Ideen, wie ein gesundes und aktives Leben im Alter gelingen kann.

 

Der Molekularbiologe und Alternsforscher Prof. Frank Madeo von der Universität Graz erzählt im Interview, wie er High-Tech-Lösungen zur Aufrechterhaltung der Finanzierbarkeit der Gesundheitssysteme einschätzt, welche „systemischen Lösungen“ er für erfolgversprechend hält und warum Start-ups wichtig sind und nicht alles, was machbar ist, auch einen Fortschritt darstellt.

 

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botenstoff: Ein Weg, mit den steigenden Gesundheitskosten fertig zu werden, sind Investitionen in Technologien, die das Leben im Alter erleichtern. Vom „automatisierten Diabeteschecker“ über das „Puls- und Blutdruckarmband“ – den „Wearables“ also –, „gesunder Ernährung“ bis hin zum „Medikamenten-Drucker für die individuelle Medikation“ reichen die Möglichkeiten. In welchen Technologien sehen Sie das größte Potenzial?

 

Frank Madeo: Die High-Tech-Entwicklung sollte sich eher auf die Vorbeugung konzentrieren. Das heißt: Ein besseres Verständnis von Gesundheit, bessere Kontrolle der Risiko-Faktoren, bessere Lösungen für die Gesundheitsförderung. Ich sehe ein großes Potential in den Lösungen, die auf der biologischen Natur der Menschen beruhen. In Zukunft wird die Prävention – also die natürliche Kapazität unseres Körpers, gesund zu bleiben – in den Mittelpunkt rücken. Die Entwicklung der „Sleep-Tracker“ zum Beispiel – damit wird die Schlaf-Qualität gemessen – ist ein sinnvoller Schritt. Leider sind diese Technologien noch in den Kinderschuhen, es gibt kaum harte wissenschaftliche Daten dazu. In psychologisch-präventiver Hinsicht sind Fastenregimes oder wissenschaftlich gut untersuchte Naturstoffe wie Spermidine, die Fastenprozesse im Körper anschalten können, eine vielversprechende Option.

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>> Das Interview in voller Länge

 

Franz Zuckriegl (fz)

 

 

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Alle Kommentare


  • Dr. Wolfgang Horn

    30.12.2016, 12:09 Uhr

    Investitionen in Technik an erster Stelle zu nennen um mit den Gesundheitskosten „fertig zu werden“ ist, abgesehen von dem schrecklichen sprachlichen Konglomerat, ein Widerspruch von vornherein. Mit Gesundheitskosten muss man nicht „fertig“ werden. Und Technologie ist der Treiber der Krankheitskosten, das ist ja wohl bekannt, odr?

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    • Franz Zuckriegl

      30.12.2016, 15:25 Uhr

      Natürlich sind Investitionen in technische Lösungen nicht die einzige Möglichkeit, die Finanzierbarkeit der Gesundheitssysteme aufrecht zu erhalten. Wie im Interview nachzulesen und in der Zusammenfassung ganz oben angeführt, geht es auch um systemische Lösungen, Präventionsmaßnahmen u.ä. Dass, wie Sie anführen, die technologische Entwicklung selbst auch einen wesentlichen Kostentreiber darstellt, ist ein wichtiger Punkt!

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