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Graz, 3. Mai 2015

Penninger soll in Österreich bleiben …

Einer der bekanntesten Wissenschaftler des Landes und wissenschaftlicher Leiter des IMBA Institut für Molekulare Biotechnologie in Wien, Josef Penninger, hat mit der Ankündigung, als Direktor ans Berliner Max-Delbrück-Centrum (MDC) für Molekulare Medizin wechseln zu können, für Aufregung gesorgt in der Forschungsszene.

 

Der Präsident der österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), Anton Zeilinger, als Physiker nicht nur mit internationalem Renommee, sondern als „Beam-Professor“ ebenfalls weithin bekannt im Lande und Medienfigur ersten Ranges, will Penninger am IMBA halten. Auf ORF Wien online wird Folgendes berichtet:

 

[…] Er (Zeilinger, Anm.) verweist auf die über 1.500 Mitarbeiter des MDC und dessen Basisbudget von jährlich etwa 80 Millionen Euro. Dem gegenüber habe das IMBA etwa 200 Mitarbeiter und ein Jahresbudget von rund 15 Millionen Euro. „Auf Mitarbeiter heruntergebrochen ist die Ausstattung am IMBA also deutlich besser als am MDC“, betonte Zeilinger, der sich sicher ist, dass das Wiener Institut auch „die bessere apparative Ausstattung hat“.
[…]
Dennoch will die Politik Penninger finanziell entgegenkommen. Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) hat gemeinsam mit der Stadt Wien zusätzlich mehr als 20 Mio. Euro in den nächsten Jahren für das IMBA in Aussicht gestellt. Zeilinger verweist dagegen auf den Wunsch Penningers nach einer dauerhaften Verdoppelung des IMBA-Budgets, „was sicher nicht in Form einmaliger Sondermittel erfolgen kann“. […]
>> http://wien.orf.at/news/stories/2708508/

 

Eines ist klar: Einen internationalen Spitzenforscher im Lande halten zu wollen, ist alles andere als unklug. Dass zwei Spitzenforscher ihre mediale Bekanntheit für die eigenen Interessen klug zu nutzen wissen, ist ebenso legitim wie verständlich. Und dass sich in den Budgets der Republik dann doch immer wieder Millionen finden, ist erstaunlich und mindestens so sinnvoll eingesetztes Geld wie so manche Hypo-Milliarde.

 

Und es zeigt auch, dass sich (auf Substanz beruhende) gute PR in eigener Sache und für die eigene Organisation mittel- und langfristig schon bezahlt macht …

 

 

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