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Graz, 24. August 2016

Mikrogeschichten (08)

Der Sinn des Lebens ist, sinnlich zu leben. Wer sinnlich lebt, der fragt auch nicht mehr nach Sinn.

 

Der weise Mensch ist auch der im besten Sinn bedingungslose Mensch. Er ist frei von Zwängen und Abhängigkeiten. Den Anspruch, immer noch etwas werden zu wollen, hat er abgelegt. Er ist einfach, das Sein bestimmt ihn. Weisheit ist auch die letztgültige Freiheit.
[…]
Wir haben uns – im historischen Rückspiegel betrachtet – von einer Weisheitskultur zur Wissenskultur entwickelt. Eine Rückbesinnung ist nötig. Kein Zurück in die Vergangenheit, sondern hin zum unschätzbaren Wert der Weisheit trotz der Verführung, die das Wissen darstellt.
[…]
Wissen ohne Weisheit ist blöd. Dass Blödheit die Leistungsfähigkeit steigert, wäre mir neu. Die Reife einer Gesellschaft hingegen ist jedenfalls ein Wettbewerbsvorteil.

 

 

(Univ.-Prof. Dr. Michael Lehofer im Gespräch mit David Mock über das Alter als Selbstkonstruktion, die wertvolle Erfahrung der Brüche im Leben – und das sinnliche Leben als wahren Sinn des Lebens…)

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