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Graz, 10. Oktober 2014

acib gewinnt Innovationspreis für sein „Enzym-Google“

Auf der weltgrößten Pharmamesse, der „CPhI worldwide 2014“, hat das österreichische K2-Kompetenzzentrum acib für sein „Enzym-Google“ den „CPhI Pharma Award 2014“ in der Kategorie „Innovation in Process Development“ verliehen bekommen.

 

Worum geht es bei dem am Abend des 7. Oktober 2014 ausgezeichneten „Enzym-Google“?

 

Enzyme gewinnen als umweltfreundliche, wichtige Bestandteile industrieller Verfahren der Pharma- und Chemie-Industrie immer größere Bedeutung. Als hoch präzise Miniaturwerkzeuge aus der Natur können sie bestimmte Aufgaben perfekt lösen. Die Suche nach industriell benötigten Enzymfunktionen war bisher extrem aufwändig und mit Einschränkungen versehen. Dank eines Projektes des Austrian Centre of Industrial Biotechnology (acib) und der Universität Graz ist das nun anders. Die Strukturbiologie-Arbeitsgruppe um Prof. Karl Gruber hat das „Catalophor-System“ entwickelt – eine Kombination aus Datenbank und Suchmaschine –, das gesuchte Enzymfunktionen aus zehntausenden Strukturdaten herausfiltert und Fähigkeiten aufspüren kann, die noch gar nicht entdeckt wurden.

 

Das Catalophor-System hat einen hohen praktischen Nutzen für Wissenschaft und Industrie. „Wir können damit zum Beispiel auf Basis der Proteinstruktur neue Reaktionsmöglichkeiten in Enzymen entdecken, die bisher noch nicht beschrieben wurden und die in der chemischen Industrie neue Reaktionswege möglich machen“, sagt Prof. Karl Gruber vom Institut für molekulare Biowissenschaften. Die Chance, herkömmliche industrielle Syntheseverfahren durch umweltfreundliche, enzymatische Methoden zu ersetzen, steigt. Das Verfahren wurde bereits zum Patent angemeldet und eben in Nature Communications publiziert: http://www.nature.com/ncomms/2014/140623/ncomms5150/full/ncomms5150.html

 

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